Fahrertraining
PORSCHE Experience Center Hockenheim
17. September 2026 – ein Abend voller Adrenalin, Fahrspaß und Benzingespräche


Am Donnerstag, den 17. September 2026, ging es für uns zum Porsche Experience Center nach Hockenheim. Wir hatten dort ein Fahrertraining gebucht, das um 17:30 Uhr begann und bis etwa 20:00 Uhr dauerte. Anschließend stand noch ein gemeinsames Drei-Gänge-Menü auf dem Programm.
Allein die Anfahrt war schon ein kleines Abenteuer. Gegen 17:00 Uhr waren die Autobahnen natürlich ziemlich voll, aber letztendlich hat alles gut funktioniert und wir kamen rechtzeitig am Porsche Experience Center an.
Erst einmal Theorie – dann wurde es ernst
Zu Beginn gab es ein ausführliches Briefing. Es wurde erklärt, wie man sich auf der Strecke verhält, welche Flaggen was bedeuten und welche grundlegenden Regeln beim Fahren auf der Rennstrecke zu beachten sind.
Für mich war vieles davon bereits bekannt, da ich zusammen mit Ben schon einmal ein Fahrtraining gemacht hatte. Marion war dagegen verständlicherweise etwas aufgeregter. Rennstrecke, Porsche, schnelles Fahren – da geht einem vorher natürlich einiges durch den Kopf.
Aber die Aufregung legte sich schnell. Nach dem Briefing ging es ins Auto und wir wurden zunächst in fünf Gruppen aufgeteilt.






Schon die ersten Runden zum Kennenlernen der Strecke waren überraschend flott. Das Tempo war deutlich höher, als ich es von meinem ersten Training in Erinnerung hatte. Danach wurde die Geschwindigkeit Schritt für Schritt gesteigert.
Gerade die Parabolika ist dabei natürlich eine Ansage. Mit ungefähr 200 km/h unterwegs zu sein und anschließend ordentlich auf etwa 60 km/h herunterzubremsen, bevor es durch die anschließende Passage geht, ist auch in einem Porsche-Sportwagen alles andere als gemütlich. Für einen Fahrer ohne Rennsporterfahrung ist das schon eine ordentliche Hausnummer.
Über Funk bekamen wir während des Trainings immer wieder Hinweise vom Instruktor, worauf wir achten sollten und wie wir uns auf der Strecke verhalten sollten.
Marions ganz persönliches Highlight
Der absolute Höhepunkt des Abends kam allerdings etwas später.
Ich hatte vorher schon einmal vorsichtig nachgefragt, ob es vielleicht möglich wäre, dass Marion eine Runde mit einem Instruktor in einem Porsche 911 GT3 RS mitfahren könnte. Eigentlich gehört das nicht unbedingt zum normalen Programm.
Aber die Jungs und Mädels von Porsche sind einfach ziemlich unkompliziert – und tatsächlich bekam Marion die Möglichkeit dazu.
Und dann saß sie plötzlich in einem GT3 RS auf der Rennstrecke.
Ich glaube, ich muss nicht erklären, dass sie danach nicht mehr aus dem Grinsen herauskam.
Sie kam zurück und war völlig begeistert. Ein solches Auto einmal auf einer Rennstrecke mit einem erfahrenen Instruktor zu erleben, ist natürlich etwas ganz Besonderes. Und wenn man anschließend das Video anschaut, sieht man eigentlich alles, was man wissen muss.


Danach noch freies Fahren
Später ging es noch einmal zum freien Fahren auf die Strecke. Inzwischen waren allerdings sehr viele GT-Fahrzeuge unterwegs und das Tempo war entsprechend hoch.
Da wurde teilweise wirklich am Limit gefahren. Man hat schon gemerkt, dass einige Teilnehmer nicht zum gemütlichen Porsche-Ausflug gekommen waren.
Soweit ich es mitbekommen habe, gab es auch zwei kleinere Abflüge. Zum Glück offenbar ohne größere Folgen. Trotzdem bekommt man dabei noch einmal einen ganz anderen Respekt vor der Geschwindigkeit, die auf einer Rennstrecke gefahren wird.




Benzingespräche beim Drei-Gänge-Menü
Gegen 20:00 Uhr ging es dann ins Restaurant im ersten Stock.
Dort wartete ein schönes Drei-Gänge-Menü auf uns. Wir saßen mit insgesamt sechs Personen an einem Tisch und natürlich dauerte es nicht lange, bis die ersten Benzingespräche entstanden.
Genau das macht solche Veranstaltungen für mich auch aus.
Man trifft Menschen, die die gleiche Leidenschaft teilen, kommt sofort miteinander ins Gespräch und lernt interessante Leute kennen. Die Porsche-Community war an diesem Abend wieder einmal ausgesprochen sympathisch.
Wir wurden sogar direkt eingeladen, bei unserem nächsten Aufenthalt in Italien vorbeizuschauen. Genau solche Begegnungen machen für mich einen großen Teil des Reizes aus.




Und dann kam auf der Heimfahrt noch der Oberhammer …
Eigentlich hätte der Abend damit perfekt enden können.
Auf der Heimfahrt bin ich zügig, aber definitiv nicht gerast, Richtung Tauberbischofsheim gefahren. Irgendwo zwischen Weinsberg und Tauberbischofsheim passierte dann allerdings etwas, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet hatte:
Ich habe mein linkes Rücklicht verloren.
Eine entsprechende Warnmeldung hatte ich bereits während der Fahrt gesehen. Anhalten wollte ich auf der Autobahn aber natürlich nicht – dafür war es viel zu gefährlich. Also bin ich weitergefahren und habe Marion erst kurz vor zu Hause erzählt, dass vermutlich etwas mit dem Rücklicht nicht stimmt.
Zu Hause angekommen, war dann klar: Die komplette linke Rückleuchte war tatsächlich weg.
Offenbar haben die schlechten Straßen und die teilweise heftigen Unebenheiten auf der Autobahn ihren Teil dazu beigetragen. Bei diesem Porsche-Modell ist diese Problematik beziehungsweise eine Schwachstelle an der Befestigung tatsächlich bekannt und wurde bei späteren Fahrzeugen entsprechend berücksichtigt. Bei meinem Fahrzeug offenbar leider noch nicht.
Und so wurde aus einem perfekten Porsche-Abend am Ende noch eine kleine unfreiwillige Ersatzteilbestellung.
Ein Abend, der in Erinnerung bleibt
Unterm Strich waren es nur ein paar Stunden in Hockenheim – aber diese Stunden hatten es in sich.
Rennstrecke, Porsche, Geschwindigkeit, Adrenalin, Marion im GT3 RS, jede Menge Benzingespräche und dazu viele nette Menschen.
Genau solche Erlebnisse machen die Faszination Porsche für mich aus.
Und dass ich auf der Heimfahrt dann auch noch ein Rücklicht auf der Autobahn „liegen gelassen“ habe, gehört inzwischen wohl einfach zur Geschichte dazu.
Ein absolut gelungener Abend – mit ordentlich Adrenalin und einem kleinen, ziemlich teuren Andenken an die Heimfahrt.

FIN.