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BMW 319-1 Sport scale 1:8 Finemodelcars

Autorenbild: Karsten Schmidt
Karsten Schmidt
vor 4 Stunden
4 Min. Lesezeit


BMW 319/1 Sport – Eine Rarität der Vorkriegszeit im Maßstab 1:8

 

Ein klassischer Sportroadster, sechs Zylinder und eine Geschichte, die nur wenige kennen. Ein neues Meisterstück entsteht bei FineModelCars. 

Es gibt Automobile, die kennt nahezu jeder. Und dann gibt es Fahrzeuge, die selbst unter Oldtimerfreunden echte Geheimtipps sind. Der BMW 319/1 Sport gehört zweifellos zur zweiten Kategorie. Mit seiner langen Motorhaube, den geschwungenen Kotflügeln und dem eleganten, spitz auslaufenden Heck verkörpert er die Sportwagenkultur der 1930er-Jahre auf besonders eindrucksvolle Weise. 

Genau dieses außergewöhnliche Fahrzeug ist die Grundlage für mein neues Modellbauprojekt. Bei FineModelCars entsteht ein BMW 319/1 Sport im Maßstab 1:8 – als detailgetreues Standmodell, bei dem die charakteristischen Formen und Proportionen des historischen Roadsters im Mittelpunkt stehen.

 

Die Geschichte des BMW 319/1 Sport

 

Um die Bedeutung dieses Fahrzeugs zu verstehen, lohnt sich ein Blick zurück in die Mitte der 1930er-Jahre. 

BMW hatte mit dem BMW 315/1 bereits einen sportlichen Zweisitzer auf den Markt gebracht, der sowohl bei anspruchsvollen Privatfahrern als auch im Motorsport auf Interesse stieß. Doch der Wettbewerb wurde härter. Insbesondere in der Klasse bis zwei Liter Hubraum wollte BMW ein leistungsfähigeres Fahrzeug anbieten.

 

Die Antwort darauf war der BMW 319/1 Sport.

 

Der Wagen wurde ab Februar 1935 produziert und blieb bis Juli 1936 im Programm. Er war eine leistungsstärkere Weiterentwicklung des BMW 315/1 und sollte die sportlichen Ambitionen der Marke in der wichtigen Zweiliterklasse unterstreichen. Laut BMW Group Classic entstanden lediglich 178 Exemplare. Damit zählt der 319/1 heute zu den ausgesprochen seltenen BMW-Sportwagen seiner Epoche. ⁠

 

Ein Sechszylinder mit sportlichem Charakter

 

Unter der langen Motorhaube arbeitete ein längs eingebauter Reihensechszylinder mit 1.911 cm³ Hubraum. Im Vergleich zum BMW 315/1 wurde der Motor weiterentwickelt und mit drei Solex-Flachstromvergasern ausgestattet. Hinzu kam eine erhöhte Verdichtung. 

Das Ergebnis waren 55 PS bei 3.750 U/min. Was aus heutiger Sicht bescheiden erscheinen mag, war in Verbindung mit dem geringen Fahrzeuggewicht eine durchaus beachtliche Leistung. 

Der BMW 319/1 brachte lediglich rund 780 Kilogramm auf die Waage. Damit erreichte der Roadster eine Höchstgeschwindigkeit von ungefähr 135 km/h – in den 1930er-Jahren ein respektabler Wert für einen offenen Zweisitzer.  

Die Kraftübertragung erfolgte über ein manuelles Vierganggetriebe an die Hinterräder. Auch das Fahrwerk war auf die Anforderungen eines sportlichen Fahrzeugs ausgelegt: Vorn sorgten Einzelradaufhängung, Querlenker und eine Querblattfeder für die Radführung. Hinten kam eine Starrachse mit halbelliptischen Blattfedern zum Einsatz. 

Das Konzept war typisch für die damalige Zeit: möglichst wenig Gewicht, eine ausgewogene Konstruktion und ausreichend Leistung, um auf Landstraßen und bei sportlichen Veranstaltungen bestehen zu können.

 

Ein Design, das bis heute begeistert

 

Die besondere Wirkung des BMW 319/1 entsteht nicht allein durch seine Technik. Mindestens ebenso faszinierend ist seine Gestaltung. 

Die lange Motorhaube prägt die gesamte Silhouette. Dahinter liegt das kompakte Cockpit mit zwei Sitzplätzen, während das Heck elegant nach hinten ausläuft. Die geschwungenen vorderen Kotflügel ziehen sich seitlich an der Karosserie entlang und bilden zusammen mit den hinteren Radabdeckungen eine harmonische Einheit. 

Auch die schräg stehende Windschutzscheibe gehört zu den charakteristischen Merkmalen dieser frühen BMW-Roadster. Sie wirkt deutlich filigraner als die Windschutzscheiben späterer Automobile und unterstreicht den sportlichen Charakter des Fahrzeugs. 

An den seitlichen Lüftungsgittern der Motorhaube lässt sich der 319/1 von seinem kleineren Schwestermodell unterscheiden. Drei waagerechte Chromleisten sind ein weiteres markantes Erkennungsmerkmal. Je nach Ausführung waren außerdem Räder mit Zentralverschluss erhältlich.  

Es ist gerade diese Mischung aus technischer Zweckmäßigkeit und eleganter Linienführung, die den Reiz des Fahrzeugs ausmacht. Der BMW wirkt nicht überladen oder künstlich aggressiv. Seine Sportlichkeit ergibt sich ganz selbstverständlich aus den Proportionen.

 

Der BMW 319/1 im Motorsport

 

In den 1930er-Jahren lagen Serienfahrzeuge und Wettbewerbsautos technisch noch deutlich näher beieinander als heute. Ein sportlicher Roadster konnte daher nicht nur auf der Straße überzeugen, sondern auch eine geeignete Basis für den Motorsport darstellen. 

Der BMW 319/1 knüpfte an die Erfolge des 315/1 an und wurde ebenfalls bei sportlichen Veranstaltungen eingesetzt. Für BMW war der Motorsport eine wichtige Möglichkeit, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der eigenen Konstruktionen unter Beweis zu stellen. 

Nur wenige Jahre später sollte der BMW 328 diese Entwicklung auf ein neues Niveau heben. Er wurde zu einem der bekanntesten Sportwagen der Vorkriegszeit. Der 319/1 steht damit an einer interessanten Stelle der BMW-Geschichte: zwischen den frühen Sechszylinder-Roadstern und jenem legendären Sportwagen, der den Namen BMW international noch stärker mit Rennsport verband.

 

Ein seltenes Original als Vorbild für FineModelCars

 

Gerade weil der BMW 319/1 heute nur noch wenigen Menschen bekannt ist, finde ich dieses Projekt besonders reizvoll. Bei FineModelCars geht es nicht ausschließlich darum, bekannte Klassiker nachzubilden. Auch außergewöhnliche Fahrzeuge, die in der Automobilgeschichte leicht in den Hintergrund geraten, verdienen eine sorgfältige Umsetzung im Modellmaßstab. 

Das Original ist kompakt, besitzt aber zahlreiche gestalterische Feinheiten. Die Form der Kotflügel, die lange Motorhaube, die schmale Windschutzscheibe, die seitlichen Lüftungsgitter und die filigranen Räder müssen in ihren Proportionen stimmig zusammenwirken. 

Gerade bei einem Modell im Maßstab 1:8 kommt es darauf an, diese Merkmale nicht nur ungefähr wiederzugeben, sondern möglichst überzeugend auf die verkleinerte Karosserie zu übertragen.

 

Das Modellbauprojekt – Maßstab 1:8

 

Das neue Modell entsteht im Maßstab 1:8 als geschlossenes Standmodell in der sogenannten Curbside-Ausführung. 

Das bedeutet, dass die Motorhauben und Türen geschlossen bleiben. Der Schwerpunkt liegt auf der äußeren Erscheinung des Fahrzeugs und einer möglichst originalgetreuen Wiedergabe seiner charakteristischen Linienführung. 

Eine Besonderheit wird die Windschutzscheibe sein. Sie wird so ausgeführt, dass sie ausgetauscht werden kann. Neben der großen Frontscheibe lassen sich damit auch zwei kleine Sportscheiben montieren. Diese alternative Ausführung verändert den Charakter des Roadsters deutlich und unterstreicht seine Nähe zum damaligen Sporteinsatz. 

Gerade solche Details machen ein Modell interessant: Es geht nicht nur darum, ein historisches Automobil möglichst maßstabsgetreu abzubilden, sondern auch darum, ausgewählte Varianten seiner Erscheinung nachvollziehbar zu machen. 

Die Konstruktion und Umsetzung verlangen ein gutes Auge für Proportionen und Details. Bei einem Fahrzeug dieser Epoche sind es häufig gerade die scheinbar kleinen Elemente, die am Ende den Gesamteindruck bestimmen.

 

Ein Meisterstück für Liebhaber klassischer Automobile

 

Der BMW 319/1 Sport ist kein gewöhnlicher Klassiker. Er steht für eine Zeit, in der leichte Roadster, mechanische Technik und Motorsport eng miteinander verbunden waren. Mit seinem Sechszylindermotor, der eleganten Karosserie und der geringen Stückzahl besitzt er einen ganz eigenen Platz in der Geschichte der Marke BMW. 

Bei FineModelCars wird dieser seltene Sportwagen nun im Maßstab 1:8 neu interpretiert. Das Ziel ist ein Modell, das die zeitlose Gestaltung des Originals einfängt und die Besonderheiten dieses fast vergessenen Klassikers sichtbar macht. 

Ich freue mich darauf, euch bei der Entstehung dieses besonderen Modells mitzunehmen – vom Aufbau über die Karosseriearbeiten bis hin zu den feinen Details, die aus einem Modell ein echtes Meisterstück machen.



Die Konstruktionsphase ist gestartet:


Die ersten Teile werden produziert:


 
 
 

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